24. Juli 2015

Warum hat die Landesdirektion nicht früher informiert? Hilbert sollte nun praktische Hilfe leisten

Gestern Abend wurde überraschend bekannt, dass auf dem Gelände der Landesdirektion an der Bremer Straße 25 in Dresden unverzüglich eine Zeltstadt errichtet wird, die der Erstaufnahme von bis zu 1.100 ankommenden Asylsuchende dienen soll. Dies kommentiert die Dresdner Abgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN, Annekatrin Klepsch:   Wie die Öffentlichkeit auch habe ich erst gestern Abend aus den Medien von der Notunterkunft erfahren. Zu diesem Zeitpunkt liefen die Arbeiten bereits.

Die Landesdirektion hat erst am gestrigen Donnerstag darüber informiert, eilig wurden Handzettel an Anwohnerinnen und Anwohner verteilt. DRK und THW begannen bereits am Abend mit der Geländeberäumung und dem Zeltaufbau. Es wäre möglich – und nötig – gewesen, schon mit Beginn der Planungen die Stadt Dresden und die Öffentlichkeit zu informieren!

 

Angesichts der angespannten Situation und der brodelnden Proteste, mit der die Asylpolitik in Sachsen derzeit begleitet wird, ist jeder Tag, der für die Information der Bevölkerung zur Verfügung steht, wertvoll. Mit Überrumpelungsaktionen wie dieser aber hat die Landesdirektion der Stadt Dresden jede Möglichkeit genommen, die Errichtung der neuen Unterkunft angemessen kommunikativ zu begleiten. Dann wäre es leichter gewesen, bei der – dann hoffentlich nicht schweigenden – Mehrheit der Bevölkerung Verständnis für die Maßnahme zu wecken und Unterstützung zu finden.

Trotz allem freue ich mich, dass die Asylsuchenden relativ zentrumsnah und nicht abgeschottet am Rande der Stadt untergebracht werden. Ich hoffe, dass die ankommenden Menschen mit offenen Armen empfangen werden. Oberbürgermeister Dirk Hilbert sollte nun keine Zeit verlieren und Möglichkeiten suchen, um gemeinsam mit flüchtlingsfreundlichen Initiativen Willkommenskultur praktisch umzusetzen. Der unweit gelegene Sportpark Ostragehege wäre ein guter Anknüpfungspunkt für um Begegnungen zwischen Stadtgesellschaft und Asylsuchenden. Mit sportlichen, kulturellen und sozialen Angeboten sollte dafür gesorgt werden, dass anstelle von Hass und Protesten wie in Freital nun Gelassenheit und Offenheit obsiegen.

Kategorien: Annekatrin Klepsch, MdL, Pressemitteilung, Wahlkreis

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