01. Juli 2015

Bildungsagentur hat sich bei der NUS vergaloppiert – künftig Willkür vermeiden, gleiche Maßstäbe anwenden!

Nachdem die Sächsische Bildungsagentur (SBA), Regionalstelle Dresden, im Mai diesen Jahres mit Behauptungen über die Natur- und Umweltschule Dresden (NUS) an die Öffentlichkeit getreten ist, musste sie nun zurückrudern. Zu den Konsequenzen daraus erklärt die Dresdner Landtagsabgeordnete Annekatrin Klepsch, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:   Mindestens der gegenüber der Presse geäußerte Vorwurf der Kindeswohlgefährdung an der NUS ist nicht weiter haltbar. Wie die SBA nun selbst bestätigt hat, lagen dafür keinerlei Hinweise vor, sondern lediglich die Befürchtung der SBA-Vertreter, die Kinder könnten beim Unterricht im Freien witterungsbedingt erkranken.

Ebenso hinkt die öffentliche Unterstellung, es würden Lehrkräfte ohne Ausbildung beschäftigt. Dass die NUS-Lehrkräfte aus schulartfremden Ausbildungen statt dem Grundschullehramt kommen, ist ein Vorgang, der aufgrund des Lehrkräftemangels auch an staatlichen Schulen anzutreffen ist, wo Gymnasiallehrer an Grundschulen und Berufsschullehrer an Mittelschulen eingesetzt werden.

Die SBA Dresden ist aufgefordert, bei der Prüfung und Zulassung freier Schulen die gleichen Maßstäbe anzuwenden und nicht willkürliche Einzelurteile zu fällen, wie es im Fall der NUS offenbar geschehen ist. Darüber hinaus ist die Kultusbehörde aufgefordert zu überlegen, wie staatliche Schulen konzeptionell gestärkt und attraktiver gemacht werden können, damit mehr Eltern wieder Vertrauen in das staatliche Schulwesen haben.

 

 

 

 

Kategorien: Annekatrin Klepsch, MdL, Bildung, Pressemitteilung

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